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Artikel: Fasten Mythen und Vorurteile

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Fasten Mythen und Vorurteile

Achtsamkeit

In Folge 3 des „Healthy Habits“-Podcasts sprechen Annemarie und Stella über gängige Vorurteile rund ums Fasten. Sie entlarven hartnäckige Mythen wie ständigen Hunger, Muskelschwund oder den angeblichen Jojo-Effekt. Wissenschaftlich fundiert, verständlich erklärt.

Du möchtest dir lieber die ganze Folge anhören? Hier geht’s zur Folge 3 auf Spotify und Apple Podcasts.

Das Wichtigste in Kürze

  • Vorurteile beruhen oft auf Halbwissen.Viele verbreitete Fasten-Mythen lassen sich wissenschaftlich widerlegen – eine gute Vorbereitung hilft, Unsicherheiten abzubauen.
  • Hungergefühl ist meist nur vorübergehend.Viele erleben in den ersten ein bis zwei Tagen ein verstärktes Hungergefühl, das jedoch mit Beginn der Ketose deutlich nachlässt.

  • Muskelabbau ist kein Muss.Der Körper greift beim Fasten primär auf Fettreserven zurück – nicht auf Muskelmasse. Leichte Bewegung unterstützt den Muskelerhalt zusätzlich.

  • Fasten ist keine Diät:Anders als bei kurzfristigen Diäten steht beim Fasten nicht der Gewichtsverlust im Fokus, sondern die Regeneration und Entlastung des Körpers.


Mythos 1: „Beim Fasten hat man ständig Hunger“

Viele Menschen befürchten, dass sie während des Fastens dauerhaft unter starkem Hungergefühl leiden. Doch die Praxis zeigt etwas anderes: Das Hungergefühl ist meist nur in den ersten ein bis zwei Tagen spürbar und nimmt dann deutlich ab.

Warum ist das so? Der Körper stellt in der Fastenphase auf sogenannte Ketose um – ein Stoffwechselzustand, in dem Fett anstelle von Glukose als Energiequelle genutzt wird. Dabei entstehen Ketonkörper, die appetitzügelnd wirken und das Hungergefühl dämpfen.

Tipp aus dem Podcast: Eine gute Fastenvorbereitung mit Entlastungstagen und optionaler Darmentleerung kann den Einstieg erleichtern und Hungergefühle zusätzlich reduzieren.

Mythos 2: „Fasten führt zu Muskelschwund“

Der Körper ist intelligenter, als viele denken. In den ersten Tagen greift er nicht bevorzugt auf Muskelmasse zurück, sondern mobilisiert zunächst Glykogenspeicher und körpereigene Fettreserven.

Studien zeigen: Bereits nach 24 bis 48 Stunden aktiviert der Körper Autophagie-Prozesse. Dabei werden beschädigte Zellbestandteile recycelt – ein zellulärer Reinigungsmechanismus, der auch den Muskelerhalt unterstützt.

Wer zusätzlich leichte Bewegung in den Alltag integriert (zum Beispiel Spaziergänge oder Yoga), fördert den Muskelerhalt. Wichtig ist dabei: genügend Flüssigkeit, ausreichend Ruhe und keine übermäßige körperliche Belastung.

Mythos 3: „Fasten ist nur eine Diät zum Abnehmen“

Fasten ist kein kurzfristiges Diätinstrument, sondern ein natürlicher, evolutionär verankerter Zustand. Es zielt nicht primär auf Gewichtsverlust ab, sondern auf Regeneration und Entlastung des Körpers.

Moderne Fastenformen wie das Intervallfasten oder Heilfasten fördern:

  • Zellreparatur (Autophagie)

  • Hormonelle Balance (z. B. Insulinsensitivität)

  • Stoffwechselregulation (z. B. Blutzucker, Cholesterin)

  • Entzündungshemmung

Fasten kann beim Abnehmen helfen – aber es wirkt indirekt über verbesserte Stoffwechselprozesse, nicht über reines Kaloriendefizit.

Mythos 4: „Fasten ist gefährlich für den Kreislauf“

Natürlich gibt es individuelle Kontraindikationen – etwa bei starkem Untergewicht, bestimmten Stoffwechselerkrankungen oder während der Schwangerschaft. Doch bei gesunden Erwachsenen ist Fasten in der Regel gut verträglich.

Im Gegenteil: Viele berichten ab dem dritten Fastentag von mehr Klarheit, verbesserter Konzentration und einem gesteigerten Energielevel.

„Ich war überrascht, wie viel Energie ich beim Fasten hatte – obwohl ich dachte, ich würde mich schlapp fühlen.“

Mythos 5. Männer brauchen beim Fasten mehr Kalorien

Grundsätzlich befinden sich alle im starken Kaloriendefizit während des Fastens. Es werden viel weniger Kalorien aufgenommen, als normalerweise im Alltag benötigt werden. Und das ist auch das Ziel beim Fasten, damit die positiven Effekte eintreten können. Für Frauen ist die Kalorienmenge während des Saftfastens ebenfalls zu wenig, da muss zwischen Männern und Frauen kein Unterschied gemacht werden, da es für beide gewollt ist, für kurze Zeit zu wenig Kalorien aufzunehmen. Deshalb liegt der Fokus darauf, bewusst in die Kalorienrestriktion zu gehen.


Der Kale&Me Gesundheitsimpuls

Jede Woche gibt Stella einen Gesundheitsimpuls aus der Wissenschaft. In dieser Woche wird der Mythos der Kalten Dusche und des Eisbadens betrachtet.

Kalte Duschen und Eisbaden sind im Trend, vor allem als Neujahrsanbaden. Doch wie viel Wahrheit steckt dahinter? Studien deuten darauf hin, dass Kältereize positive Auswirkungen auf die Durchblutung und Regeneration haben können. Eisbaden könnte aber nicht zwingend das Immunsystem stärken.

Mit diesem Einblick in die Welt des Fastens hoffen wir, einige Mythen geklärt und euch dabei geholfen zu haben, eure Gesundheit in die eigene Hand zu nehmen. Wenn ihr weitere Fragen habt oder Themenwünsche für kommende Folgen, schreibt uns gerne an podcast@kaleandme.de. Gesundheit ist eine individuelle Reise, und wir freuen uns darauf, euch weiterhin zu begleiten. Bis bald!


Hört euch hier die gesamte Folge an:

Zum Podcast auf Spotify

Häufig gestellte Fragen zu Fasten Mythen

Lena

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